Über den Pollenatlas: Pollenwarndienst

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Über den Pollenatlas - Entstehung und Verwendung

Windblütige Pflanzenarten bestimmen das Pollenspektrum in der Luft und sind daher bei aerobiologischen Untersuchungen von größter Bedeutung. Immer wieder stößt man in der Routineuntersuchung auch auf einzelne „neue und unbekannte“ Pollenformen. Oft handelt es sich dabei um Vertreter von insektenblütigen Pflanzen, und ihre Bestimmung ist trotz vorhandener Vergleichspräparate und Pollenatlanten nicht immer einfach!

Der Pollenatlas, eine Sammlung zahlreicher Pollentafeln, soll weiterhelfen und als praktisches „Online-Nachschlagewerk“ dienen. Er beschreibt neben den typischen Pollenformen der windblütigen Arten auch eine Auswahl von insektenblütigen Arten. Der Pollenatlas umfasst nahezu 100 Pollentafeln.

Anmerkung: Die Pollenfotos der insektenblütigen Pflanzenarten sowie einiger windblütiger Arten sind der Veröffentlichung „Das Pollenbild der Südtiroler Honige“ (E. Bucher, V. Kofler, G. Vorwohl, E. Zieger (2004), herausgegeben vom Biologischen Labor der Landesagentur für Umwelt) entnommen.

Zur Verwendung

Jede Pollentafel enthält:

• Angaben über das bei aerobiologischen Untersuchungen üblicherweise erreichte Bestimmungsniveau.

Die lichtmikroskopische Bestimmung der Pollenkörner ist nur sehr selten auf Artniveau möglich, meist limitiert sie sich auf die Angabe der Pflanzenfamilie, der Form oder Gruppe innerhalb einer Familie, seltener auf die Angabe der Pflanzengattung. Bei insektenblütigen Arten wird die in der Melissopalynologie übliche Nomenklatur verwendet.

• eine Beschreibung der wichtigsten Pollenmerkmale

Zur Erfassung der durchschnittlichen Größe der Pollenkörner wurden jeweils 10 Pollenkörner ausgemessen. Minimal- und Maximalwert sind in Klammern angeführt.

• Anmerkungen zur Pflanzenart oder -gattung 

• lichtmikroskopische Pollenaufnahmen mit unterschiedlichen Ansichten (Seiten- und Polansichten, optische Schnitte und Aufsichten der Oberflächenskulptur). Sämtliche Fotos wurden mit einer digitalen Kamera der Marke Olympus Camedia C-2000 Z am Lichtmikroskop Olympus BX50 mit einem Objektiv 100x (Serie UPlanFl, Ölimmersion) im Hellfeld angefertigt. Um eine gute Fotoqualität zu gewährleisten wurden sämtliche mikroskopischen Präparate etwa 1 bis 2 Tage vor dem Fotografieren angefertigt.


Autoren
Der Pollenatlas hier entstand in einer engen Zusammenarbeit zwischen dem ehemaligem Betreuer der Webseite von www.pollenwarndienst.at und Koordinator des Österreichischen Pollenwarndienstes Dr. Siegfried Jäger und den Mitarbeiterinnen des Polleninformationsdienstes Südtirol  Mag. Edith Bucher und Veronika Kofler vom Biologischen Labor der Landesagentur für Umwelt, Bozen.

Quelle sämtlich zur Verfügung gestellter Fotos im Pollenatlas: Edith Bucher und Veronika Kofler, Landesagentur für Umwelt, Bozen

Entstehung des Pollenatlas

Präparateherstellung (Abbildung 1)
Voraussetzung für Pollenfotos guter Qualität sind gute mikroskopische Präparate! Diese sollen mit Ausnahme der Pollenkörner möglichst keine Blütenteile oder sonstige Schmutzpartikel enthalten. Mit Hilfe von feinen Pinzetten wird das Pollenmaterial am Stereomikroskop auf saubere Objektträger übertragen.

Präparateherstellung (Abbildung 2)
Am Stereomikroskop werden die Pollenkörner aus getrocknetem Blütenmaterial auf saubere Objektträger übertragen. Bei windblütigen Arten (im Beispiel: Blütenkätzchen einer Zeder) ist die Herstellung der Pollenpräparate einfach; der reichlich vorhandene Pollen rieselt nahezu von alleine aus den Blütenkätzchen. Bei insektenblütigen Arten kann es mühsam sein, die wenigen, klebrigen Pollen aus den Staubblättern herauszustreichen.

Präparateherstellung (Abbildung 3)
Ein Tröpfchen Wasser hilft, das Pollenmaterial gleichmäßig an der Oberfläche des Objektträgers zu verteilen. Das Pollenmaterial wird anschließend in fuchsinhaltige Gelatine eingebettet.

Präparateherstellung (Abbildung 4)
Einbettung der Pollenkörner in fuchsinhaltige Gelatine: Fuchsin färbt die Pollenwand je nach Struktur, Dicke sowie eventuell vorhandener Ölschicht in verschiedenen Rottönen. Diese Färbemethode wird bei der Routineuntersuchung verwendet, sie erleichtert die mikroskopische Auswertung. Aus diesem Grund werden auch alle Vergleichspräparate mit Fuchsin gefärbt.

Mikroskopische Präparate (Abbildung 5)
Die mikroskopischen Präparate dunkeln mit der Zeit nach, dies würde die Fotoqualität beeinträchtigen. Die Präparate werden daher etwa 1-2 Tage vor dem Fotografieren frisch angefertigt.

Fotographiesystem (Abbildung 6)
Die Pollenaufnahmen wurden mit einer digitalen Kamera der Marke Olympus Camedia C-2000 Z am Lichtmikroskop Olympus BX50 mit einem Objektiv 100x (Serie UPlanFl, Ölimmersion) im Hellfeld angefertigt.

Abbildung 1: Präparateherstellung
Abbildung 2: Präparateherstellung
Abbildung 3: Präparateherstellung
Abbildung 4: Präparateherstellung
Abbildung 5: Mikroskopische Präparate
Abbildung 6: Fotographiesystem
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