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Pollenatlas

Dieser POLLENATLAS enthält derzeit bereits über 90 verschiedene Pollentafeln mit Bildern und Beschreibungen der Pollen, die öfters in Luftproben anzutreffen sind.

Autorenschaft: Der Pollenatlas wurde von Edith Bucher und Veronika Kofler (Biologisches Labor der Landesagentur für Umwelt, Bozen) erstellt, ausgearbeitet und zur Verfügung gestellt.

  • Juglans regia

    Pollen im optischen Schnitt (1)
    Pollen im optischen Schnitt (1)
    Exineskulptur und Keimöffnungen (1)
    Exineskulptur und Keimöffnungen (1)
    Pollen im optischen Schnitt (2)
    Pollen im optischen Schnitt (2)
    Exineskulptur und Keimöffnungen (2)
    Exineskulptur und Keimöffnungen (2)

    Art: Juglans regia (Echte Walnuss)
    Pflanzenfamilie: Juglandaceae
    bei aerobiologischen Untersuchungen üblicherweise erreichtes Bestimmungsniveau: Juglans, Juglandaceae

    Fotos: Landesagentur für Umwelt, Bozen

    Pollenbeschreibung:
    Form: rundlich bis oval
    Größe: 39,3 (36-44) µm
    Keimöffnungen: periporater Pollen mit zahlreichen (etwa 11-15), runden bis ovalen, etwa 2-3 µm großen Keimporen, diese sind unregelmäßig über die Pollenoberfläche verteilt und meist nur auf einer Pollenhälfte angeordnet
    Pollenwand: dünne, psilate bis scabrate Exine, dünne Intine, formt flache Keimhöfe
    Anmerkung: ähnliche Pollen bei der verwandten Gattung Pterocarya (penta- oder hexazonoporat)

    Angaben zur Pflanze:
    Die Echte Walnuss wird wegen ihrer wohlschmeckenden Früchte sowie wegen des wertvollen Nutzholzes in Gärten und Wiesen angepflanzt. Gelegentlich kommt sie in Laubmischwäldern verwildert vor. Sie gilt als eurasiatische Pflanze und ist in der kollinen bis montanen Stufe verbreitet. Sie erträgt keine Spätfröste und bedarf warmer Sommer. Dieser sommergrüne Laubbaum besitzt unpaarig gefiederte Blätter mit 5-9 ovalen, ganzrandigen Teilblättern. Die Blüten entwickeln sich im Zeitraum April bis Mai. Die männlichen Blüten sitzen in grünlichen, hängenden und dichtblütigen Kätzchen, die weiblichen stehen zu 2-5 an den Enden der diesjährigen Triebe. Die Bestäubung erfolgt durch den Wind.

  • Juniperus communis

    Pollen im optischen Schnitt (1)
    Pollen im optischen Schnitt (1)
    Exineskulptur (1)
    Exineskulptur (1)
    Pollen im optischen Schnitt (2), aufgeplatzte Pollen
    Pollen im optischen Schnitt (2), aufgeplatzte Pollen
    Exineskulptur (2), aufgeplatzte Pollen
    Exineskulptur (2), aufgeplatzte Pollen

    Art: Juniperus communis (Gemeiner Wacholder)
    Pflanzenfamilie: Cupressaceae
    bei aerobiologischen Untersuchungen üblicherweise erreichtes Bestimmungsniveau: Cupressaceae/Taxaceae

    Fotos: Landesagentur für Umwelt, Bozen

    Pollenbeschreibung:
    Form:
    rund
    Größe: 25,6 (23,7-28,7) µm
    Keimöffnungen: inaperturater Pollen
    Pollenwand: sehr dünne, gemmate Exine, feinkörnige Strukturen an der Exineoberfläche unregelmäßig verteilt, auffällig dicke (etwa 5-10 µm) Intine
    weitere Merkmale: sternförmiges Zellplasma
    Anmerkung: ähnlicher Pollen bei Cupressus, Thuja, Chamaecyparis, Taxus;
    Die zarte Exine platzt leicht auf, wobei das Zellplasma austritt. Im mikroskopischen Präparat sind manchmal nur Exinebruchstücke erhalten.

    Angaben zur Pflanze:
    Der Gemeine Wacholder ist ein immergrüner, meist zweihäusiger Strauch mit nadelförmigen, sparrig abstehenden Blättern. Er siedelt an trockenen Hängen und in lichten Wäldern der kollinen bis montanen Stufe. Die Blüten werden bereits im Herbst in den Blattachseln angelegt, die Blütezeit erfolgt aber erst im April bis Mai. Die männlichen Blüten bilden kleine, gelbe Kätzchen, die weiblichen Blüten bestehen aus Fruchtschuppen, die bei der Samenreife zu einem fleischigen, blauschwarzen Beerenzapfen (Wacholderbeere) verwachsen.

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