Aktuelles Spendenprojekt: Ragweed Finder App

×

Pollenatlas

Dieser POLLENATLAS enthält derzeit bereits über 90 verschiedene Pollentafeln mit Bildern und Beschreibungen der Pollen, die öfters in Luftproben anzutreffen sind.

Autorenschaft: Der Pollenatlas wurde von Edith Bucher und Veronika Kofler (Biologisches Labor der Landesagentur für Umwelt, Bozen) erstellt, ausgearbeitet und zur Verfügung gestellt.

  • Ulmus minor

    Pollen im optischen Schnitt (1)
    Pollen im optischen Schnitt (1)
    Pollen im optischen Schnitt (2)
    Pollen im optischen Schnitt (2)
    Pollen im optischen Schnitt (3)
    Pollen im optischen Schnitt (3)
    Exineskulptur und Keimöffnungen (3)
    Exineskulptur und Keimöffnungen (3)

    Art: Ulmus minor (Feld-Ulme)
    Pflanzenfamilie: Ulmaceae
    bei aerobiologischen Untersuchungen üblicherweise erreichtes Bestimmungsniveau: Ulmus, Ulmaceae

    Fotos: Landesagentur für Umwelt, Bozen

    Pollenbeschreibung:
    Form:
    rundlich bis oval
    Größe: 27,3 (25-29) µm x 29,0 (27-31) µm (in der Polansicht gemessen), Polachse: 24,9 (23-27) µm
    Keimöffnungen: zonoporater Pollen mit wechselnder Anzahl von Keimporen (meist 4 bis 6), Porenmembran von feinkörnigen Exineresten bedeckt
    Pollenwand: mitteldicke, tectate Exine mit wellenförmiger Skulptur (supraretikulat oder tectat-rugulat), Exine um Keimporen geringfügig verdickt, dicke Intine (etwa 2 µm), bildet Keimhöfe aus
    weitere Merkmale: körniges Zellplasma

    Angaben zur Pflanze:
    Die Feld-Ulme ist ein sommergrüner, reich verzweigter, bis 3 m hoher Baum. Die ursprünglich mediterrane Pflanze ist in wärmeren Lagen in Wäldern und Gebüschen verbreitet. Sie kommt außerdem in Auenwäldern der großen mitteleuropäischen Stromtäler vor, jedoch ist ihr Bestand durch die Ulmenpest gefährdet. Die gesägten, eiförmigen bis breit lanzettlichen Blätter sind stets asymmetrisch. Die zwittrigen, windblütigen Blüten werden bereits im Vorjahr angelegt und überdauern in den Knospen die kalte Jahreszeit. Sie bilden büschelige Blütenstände und erscheinen vor der Blattentwicklung ab Februar bis April.

  • Urtica dioica

    Pollen im optischen Schnitt (1)
    Pollen im optischen Schnitt (1)
    Exineskulptur und Keimöffnungen (1)
    Exineskulptur und Keimöffnungen (1)
    Pollen im optischen Schnitt (2)
    Pollen im optischen Schnitt (2)
    Pollen im optischen Schnitt (3)
    Pollen im optischen Schnitt (3)

    Art: Urtica dioica (Große Brennnessel)
    Pflanzenfamilie: Urticaceae
    bei aerobiologischen Untersuchungen üblicherweise erreichtes Bestimmungsniveau: Urticaceae, Moraceae/Urticaceae-Gruppe

    Fotos: Landesagentur für Umwelt, Bozen

    Pollenbeschreibung:
    Form:
    rundlich
    Größe: Polachse 12,6 (12-13) µm, Äquatordurchmesser: 13,6 (12-15) µm
    Keimöffnungen: tri-oder tetrazonoporater Pollen, Keimporen mit kleinen, kaum erkennbaren Keimdeckeln
    Pollenwand: dünne, psilate bis scabrate Exine, dünne Intine, bildet Keimhöfe aus
    weitere Merkmale: feinkörniges Zellplasma
    Anmerkung: ähnliche Pollen bei Parietaria, Broussonetia

    Angaben zur Pflanze:
    Die Große Brennnessel wächst auf nährstoffreichen Böden, insbesondere in Auenwäldern und Waldverlichtungen, an Wegen, auf Schuttplätzen und Lägerstellen. Die mehrjährige, krautige Pflanze besitzt grob gezähnte, eiförmig-längliche, am Grunde herzförmige Blätter. Sowohl Blätter als auch Stengel sind mit Brennhaaren ausgestattet. Die rispenartigen Blütenstände sitzen in den Blattachseln. Die Große Brennnessel ist zweihäusig und windblütig. Die Blütezeit erstreckt sich im Wesentlichen von Juni bis Oktober.

Nach oben