Birke (Betula)
Familie:
Birkengewächse (Betulaceae)
Blühzeit:
April bis Mai (Juni)
Verbreitung:
generell in Europa weit verbreitet, im Süden weniger, im höheren Norden stärker (Birkenwälder), geringe Standortansprüche, frostresistent, hitzeresistent, kaum Schädlinge, besiedelt Kahlflächen und Katastrophengebiete schnell, Pionierpflanze, die viel Licht braucht, wichtigste Pionierbaumart in Europa
Aussehen:
laubwerfende, sommergrüne Bäume oder Sträucher, Borke oftmals auffällig, Laubblätter meist zweireihig, Blätter ei- bis deltaförmig oder elliptisch bis fast kreisförmig mit Fiedernervatur, Blattränder sind je nach Art gesägt bis meist doppelt gesägt (seltener gewellt bis rundlich gelappt), die weiblichen Blütenstände stehen meist einzeln aufrecht (eiförmig bis zylindrisch), die männlichen Blütenstände = Kätzchen hängen einzeln und in kleinen Gruppen meist an den Enden der Zweige
Wichtige Arten in Europa:
Betula pendula (Hänge-, Sand-, Weiß- oder Warzenbirke): weit verbreitet über Zentraleuropa und in der borealen Zone, oft als Zierbaum angepflanzt, hybridisiert oft ebenso wie die Moorbirke
Betula pubescens (Moorbirke): kommt höher als andere Birkenarten vor, bis etwa 2000m Seehöhe (kollin-subalpin)
Betula nana (Zwergbirke): Zwergstrauch, in Mitteleuropa in den höheren Lagen, auf Moorböden und im nördlichen Teil Europas (Taiga, Tundra)
Betula humilis (Niedrige Birke, Strauchbirke): kommt überwiegend in Moorwäldern vor
Allergenität:
hoch allergen, wichtigstes Baumpollenallergen, häufige Kreuzreaktionen zu Pollen von Hasel, Erle und Hainbuche, Risikofaktor für pollenassoziierte Nahrungsmittelallergien (z.B. Äpfel, Steinobst, Nüsse, Karotten …), Hauptallergen Bet v1, das nach Betula verrucosa benannt wurde (nunmehr Betula pendula), nordamerikanische und ostasiatische Arten scheinen weniger allergen zu sein
Link zum Pollenatlas: Betula pendula
Wissenschaftlicher Beirat:
Ass. Prof. Dr. Siegfried Jäger (Medizinische Universität Wien)
Univ. Prof. Dr. Reinhart Jarisch (Floridsdorfer Allergie Zentrum)
Mag. Matthias Werchan (Charité Berlin)
Prof. Dr. med. Karl-Christian Bergmann (Charité Berlin)
Quellen:
Österreichischer Pollenwarndienst, Medizinische Universität Wien, Österreich
Charité, Allergie-Zentrum-Charité, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Berlin, Deutschland
Wikipedia
www.alles-zur-allergologie.de
22 Jahre Blüh- und Fruktifikationsuntersuchungen der Waldbaumarten im Lehrforst Ofenbach/Rosalia. R. Litschauer. 2010. Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft, BFW-Berichte 144, 36 pp.
Waldbau auf soziologisch-ökologischer Grundlage. H. Mayer 1977. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart – New York, 482 pp.