Vorhersage

20
Juni
Situation und mittelfristige Prognose für

Ausgegeben am 17. Juni 2021

Situation und mittelfristige Prognose

Weiterhin hohe Belastung durch Gräserpollen!

Auch während der zweiten Wochenhälfte wird im gesamten Bundesgebiet vorwiegend sonniges Wetter und sommerlich hohe Temperaturen prognostiziert. Somit werden auch weiterhin hohe Belastungen für Pollenallergiker*innen erwartet. Nur im Westen werden für Samstag Regenschauer und Gewitter vorhergesagt, die eventuell kurzfristig für Entlastungen sorgen können.

Zwar erfolgte nun bereits vielerorts die erste Mahd, dennoch muss weiterhin im gesamten Land mit hohen Belastungen durch Gräserpollen gerechnet werden. Es ist jedoch bereits ein Ende des Belastungsgipfels in Sicht. Während ein Großteil der Knäuelgräser bereits am Abblühen ist, steht nun das Weidelgras in Vollblüte. Rispengräser, Schwingel sowie Glatt- und Goldhafer blühen ebenfalls noch haben aber auch schon einen Teil ihres Blühpotentials erschöpft. Personen, die auf Gräserpollen sensibilisiert sind, sollten das Umfeld von frisch gemähten Wiesen meiden, da es hier zu einer hohen Belastung durch freies Allergen kommen kann.

Auch Ampfer und Wegerich stehen noch in Blüte und können die Belastungen für Gräserpollenallergiker*innen zusätzlich intensivieren.

Zwar hat die Grünerle in ihrem alpinen Lebensraum bereits den Blühhöhepunkt überschritten, dennoch sollten Betroffene bei Ausflügen in die Berge noch vorsichtig sein. Es kann regional begrenzt durchaus noch zu geringen Belastungen kommen.

Sowohl in urbanem Gebiet als auch auf stickstoffreichen Böden in ländlicheren Regionen blühen die Nesselgewächse. Ihr Pollen ist jedoch aus allergologischer Sicht unbedenklich.

Die Linden blühen ebenfalls. Da es sich hierbei jedoch um eine insektenbestäubte Pflanze handelt spielt auch ihr Pollen aus allergologischer Sicht keine große Rolle. Auf Grund des intensiven Blütendufts kann sie aber trotzdem Reizungen bei sensiblen Allergiker*innen hervorrufen.

Auch der Liguster steht in Blüte. Zwar ist auch dieser häufig angepflanzte Zierstrauch insektenbestäubt, im direkten Umfeld können aber Personen, die auf den Pollen von Ölbaumgewächsen sensibilisiert sind, Belastungen durch Kreuzreaktion verspüren.

Die Belastung durch Pilzsporen erreicht nun fast durchgängig mäßiges Niveau. In Westösterreich sind vor Gewittern sogar kurzfristig hohe Werte möglich.

Was sich sonst noch tut: Im Pollenspektrum befindet sich Pollen von Eiben-/Zypressengewächse, Holunder, Kiefer und Götterbaum der allgemein jedoch von geringer allergologischer Bedeutung ist.

Für den Inhalt verantwortlich:

pollenwarndienst.at und HNO-Klinik der Medizinischen Universität Wien, Forschungsgruppe Aerobiologie und Polleninformation
Uwe E. Berger MBA, Mag. Maximilian Bastl PhD und Mag. Dr. Johannes Bouchal
Mittelfristige Prognose basierend auf Modelldaten und Pollenzählungen in Österreich und dem umliegenden Ausland
Auszugweiser oder vollständiger Nachdruck und Veröffentlichung nur unter Angabe der Quelle gestattet

Wetterdaten und Prognosen für heute basierend auf synoptischen Daten: ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik)
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Aktuelle Pollenbelastung für Österreich

Legende: 1 = niedrig, 2 = mittel, 3 = hoch, 4 = sehr hoch

Nessel- und Glaskraut (Urticaceae)

Sonntag, 20. Juni
3
Montag, 21. Juni
3
Dienstag, 22. Juni
3

Gräser (Poaceae)

Sonntag, 20. Juni
3
Montag, 21. Juni
3
Dienstag, 22. Juni
2

Erle (Alnus)

Sonntag, 20. Juni
1
Montag, 21. Juni
1
Dienstag, 22. Juni
1
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