Vorhersage

21
Juni
Situation und mittelfristige Prognose für

Ausgegeben am 21. Juni 2021

Situation und mittelfristige Prognose

 

Höhenabhängige Belastung durch Gräserpollen!

Auf Grund der letztwöchigen Hitzewelle, die beinahe im gesamten Bundesgebiet für Temperaturen jenseits der 30°C gesorgt haben, der damit verbundenen Trockenheit und der vielerorts bereits erfolgten Mahd, wurde in den Niederungen der Belastungsgipfel der Gräserpollensaison bereits überschritten. Es ist also verbreitet nur mehr mit mäßigen Belastungen zu rechnen. In den mittleren Lagen können die zu erwartenden Belastungen auf Grund der leicht verschobenen Vegetationsperiode noch kurzfristig auf hohe Werte ansteigen, aber auch hier sollte der Belastungsgipfel bereits überschritten sein. Regenschauer können die Belastungen kurzfristig senken.

Achtung bei Gewitter: Eine Wetterlage mit Gewittern kann bei manchen Pollenallergikern, besonders auch Asthmatikern, zu einer besonderen Belastung führen, da Pollen bei Gewitter aufplatzen und freies Allergen in die Luft entlassen kann.

Unter den Gräsern sind im Moment vor allem Weidelgras, Rispengräser, Schwingel, Goldhafer, Quecken und Zwenken in Blüte. Noch nicht gemähte Wiesen sollten von Gräserpollenallergiker*innen weiterhin gemieden werden. Um Belastungen zu vermeiden, eignen sich Ausflüge in hohen Lagen, über der Waldgrenze oder dichte Laubwälder.

Auf naturnahen Wiesen und Weiden können Ampfer und Wegerich zusätzlich belasten.

Auch die Hauptblüte des Roggens ist bereits vorüber. In der Nähe von Feldern, auf denen dieses Getreide angebaut wird, ist aber weiterhin noch mit Belastungen zu rechnen.

Die Edelkastanie blüht und kann bei auf Birkenpollen sensibilisierten Personen zu Belastungen durch Kreuzreaktion führen.

Die Blühsaison der Grünerle hat ihre Hochblüte bereits ebenfalls überschritten, sorgt aber in ihrem alpinen Lebensraum weiterhin für Belastungen. Bei passenden Windbedingungen ist es durchaus noch möglich, dass geringe Konzentrationen bis in die Tieflagen transportiert werden.

Sowohl in urbanem Gebiet als auch auf stickstoffreichen Böden in ländlicheren Regionen blühen die Nesselgewächse und erreichen bereits mäßige bis hohe Konzentrationen.

Die Linde blüht, aus allergologischer Sicht ist ihr Pollen jedoch unbedenklich.

Die Belastung durch Pilzsporen erreicht mäßige Werte, sinkt jedoch mit steigender Seehöhe.

Was sich sonst noch tut: Im Pollenspektrum befindet sich Pollen von Eiben-/Zypressengewächse, Holunder, Kiefer, Liguster und Götterbaum der allgemein jedoch von geringer allergologischer Bedeutung ist.

Für den Inhalt verantwortlich:

pollenwarndienst.at und HNO-Klinik der Medizinischen Universität Wien, Forschungsgruppe Aerobiologie und Polleninformation
Uwe E. Berger MBA, Mag. Maximilian Bastl PhD und Mag. Dr. Johannes Bouchal
Mittelfristige Prognose basierend auf Modelldaten und Pollenzählungen in Österreich und dem umliegenden Ausland
Auszugweiser oder vollständiger Nachdruck und Veröffentlichung nur unter Angabe der Quelle gestattet

Wetterdaten und Prognosen für heute basierend auf synoptischen Daten: ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik)
zum Team

Aktuelle Pollenbelastung für Österreich

Legende: 1 = niedrig, 2 = mittel, 3 = hoch, 4 = sehr hoch

Nessel- und Glaskraut (Urticaceae)

Montag, 21. Juni
3
Dienstag, 22. Juni
3
Mittwoch, 23. Juni
3

Gräser (Poaceae)

Montag, 21. Juni
3
Dienstag, 22. Juni
2
Mittwoch, 23. Juni
2

Erle (Alnus)

Montag, 21. Juni
1
Dienstag, 22. Juni
1
Mittwoch, 23. Juni
1
Nach oben