Vorhersage

28
Juni
Situation und mittelfristige Prognose für

Ausgegeben am 26. Juni 2017

Situation und mittelfristige Prognose

Höhenabhängige Belastung durch Gräserpollen!
Die Blüte der Gräser stellt weiterhin die wichtigste allergologische Belastung dar. In den Tieflagen muss verbreitet mit mäßigen Konzentrationen an Gräserpollen in der Luft gerechnet werden. Vorsicht ist noch in mittleren und höheren Lagen geboten, dort sind bei günstigen Bedingungen hohe Belastungen durch Gräserpollen möglich. Sommergewitter können die Pollenkonzentrationen in der Luft senken, wirken sich aber individuell unterschiedlich bei betroffenen Pollenallergikern aus (siehe Hinweis).
Unter den aktuell blühenden und allergologisch wichtigen Gräsern befinden sich Weidelgras, die Schwingel, die Zwenken, Hain-Rispengras und Wiesenlieschgras.
Ampfer und Wegerich blühen.

Hinweis: Eine Wetterlage wie die aktuelle kann bei manchen Pollenallergikern zu einer besonderen Belastung führen, da Pollen bei Gewitter aufplatzen und freies Allergen in die Luft entlassen werden kann.

Die Pollensaison schreitet voran und die Saison der Unkräuter rückt näher. Wir erwarten den Beginn der Beifußpollensaison aus derzeitiger Sicht je nach Region und Entwicklung für Mitte bis Ende Juli.

Bei den weißen Flocken in der Luft handelt es sich um Pappelwatte. Sie selbst reizt nicht, es handelt sich nur um Samen und Samenhaare der Pappel. Da aber üblicherweise der Flug der Pappelwatte mit dem Start der Gräserblüte einhergeht werden Beschwerden oft fälschlicherweise der Pappel zugeschrieben.

Die Edelkastanie blüht. Ihr Pollen kann durch Kreuzreaktion bei manchem Birkenpollenallergiker Beschwerden verursachen. Dieses Jahr verläuft die Blüte der Edelkastanie überdurchschnittlich intensiv.
Die Blüte der Grünerle endet in den höheren Lagen Österreichs.

Was sich sonst noch tut: Im Pollenspektrum befindet sich zudem Pollen von Edelkastanie, Liguster, Linde, Holunder, der Nessel- und der Gänsefußgewächse.

Pilzsporen treten in den Tieflagen in bis zu hohen Konzentrationen auf. Mit der Seehöhe nimmt die Belastung durch Pilzsporen ab.

Hier die aktuellen Allergene Gräser und Pilzsporen als Steckbriefe (die wichtigsten Informationen über allergene Pflanzen und ihre Erkennungsmerkmale in Wort und Bild)!
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Prognose für Österreich 28.06.2017 - (ZAMG)

Südlich des Alpenhauptkammes ist es trüb und nass. Nach Norden und Osten zu steigt nach einem sonnigen Tagesstart die Schauer- und Gewittergefahr im Tagesverlauf deutlich. Dazu weht anfangs starker Südföhn. Während im Süden die Pollenbelastung durch Gräser mit den Niederschlägen deutlich abgeschwächt ist, gibt es nördlich des Alpenhauptkammes zunächst noch zum Teil starke Gräser Belastungen. Erst mit den zunehmend starken Gewittern von Westen werden die Problemen langsam etwas schwächer. Daneben können auch generell Pilzsporen reizen.

Für den Inhalt verantwortlich:

pollenwarndienst.at und HNO-Klinik der Medizinischen Universität Wien, Forschungsgruppe Aerobiologie und Polleninformation
Uwe E. Berger MBA und Mag. Dr. Katharina Bastl
Mittelfristige Prognose basierend auf Modelldaten und Pollenzählungen in Österreich und dem umliegenden Ausland
Wetterdaten und Prognosen für heute basierend auf synoptischen Daten beireitgestellt von der ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik)
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