Vorhersage

23
Mai
Situation und mittelfristige Prognose für

Ausgegeben am 20. Mai 2019

Situation und mittelfristige Prognose

Blüte der Gräser belastet mäßig bis stark in den Tieflagen!
Die Konzentrationen an Gräserpollen in der Luft sind über das Wochenende angestiegen. Aktuell muss bei sonnig-warmen Wetter mit mäßig bis hohen Belastungen durch Gräserpollen in den Tal-, Tief- und Beckenlagen gerechnet werden. Regenschauer können die Pollenkonzentrationen kurzfristig senken bzw. tageweise die Belastung insgesamt verringern.
Unter den Gräsern blühen aktuell das Rispengras, das Knäuelgras, der Glatthafer und die Trespen. Gräserpollenallergiker sollten blühende Wiesen meiden, da dort die lokale Belastung höher ausfällt. Dort wo die Mahd schon stattgefunden hat, fallen die Belastungen geringer aus. In mittleren Lagen, an und über der Waldgrenze sowie in dichten Laubwäldern herrschen bessere Bedingungen für Gräserpollenallergiker.

Roggen beginnt zu blühen und kann in der Nähe zu Feldern in den Anbaugebieten für Gräserpollenallergiker eine Rolle spielen bzw. zusätzlich belasten.
Wegerich und Ampfer blühen.

Bei den weißen Flocken in der Luft handelt es sich um Pappelwatte. Sie selbst reizt nicht, es handelt sich nur um Samen und Samenhaare der Pappel. Da aber üblicherweise der Flug der Pappelwatte mit dem Start der Gräserblüte einhergeht werden Beschwerden oft fälschlicherweise der Pappel zugeschrieben.

Die Nähe zu den derzeit blühenden Rapsfeldern sollte von betroffenen Pollenallergikern gemieden werden.

In höheren Lagen Österreichs muss in den Wuchsgebieten der Grünerle mit ihrer Blüte gerechnet werden. Durch Ferntransport kann Pollen in meist geringem Maße auch in die Tallagen gelangen, die Hauptbelastung ist aber in den mittleren bis höheren Lagen anzutreffen. Grünerlenpollen kann Erlen- und Birkenpollenallergiker betreffen.

Auffällig ist der sogenannte „Schwefelregen“: Auf Wasseroberflächen, glatten Flächen und Fensterscheiben bilden sich gelb gefärbte Staubsedimente. Sie stammen hauptsächlich von Nadelbaumpollen (Kiefer, Fichte), der zwar lästig sein kann, aber keine allergischen Beschwerden auslöst.

Was sich sonst noch tut: Im Pollenspektrum befindet sich Pollen von Eiche, Walnuss, Rosskastanie, Fichte, Kiefer, Holunder und der Sauergräser, der von geringer allergologischer Bedeutung ist.

Pilzsporen können mittlerweile in den Tieflagen in relevanten, aber vorerst nur geringen Konzentrationen bei Schönwetter in der Luft auftreten.

Prognose für Österreich 23.05.2019 - (ZAMG)

Im Norden und Osten bringen dichte Wolken vor allem in der ersten Tageshälfte noch etwas Regen. Sonst ist es trocken und vor allem von Vorarlberg bis in die Obersteiermark zeigt sich auch länger die Sonne. Der Wind weht meist schwach, im Donauraum sowie im Osten mitunter auch mäßig bis lebhaft aus Nordwest. Tagsüber werden maximal 16 bis 23 Grad erwartet. Pollenallergiker müssen vor allem in den sonnigen Regionen mit teils starken Reizen durch Gräserpollen rechnen. Roggenpollen reizen lokal bereits mäßig stark, Pilzsporen derzeit nur gering.

Für den Inhalt verantwortlich:

pollenwarndienst.at und HNO-Klinik der Medizinischen Universität Wien, Forschungsgruppe Aerobiologie und Polleninformation
Uwe E. Berger MBA und Mag. Dr. Katharina Bastl
Mittelfristige Prognose basierend auf Modelldaten und Pollenzählungen in Österreich und dem umliegenden Ausland
Auszugweiser oder vollständiger Nachdruck und Veröffentlichung nur unter Angabe der Quelle gestattet

Wetterdaten und Prognosen für heute basierend auf synoptischen Daten: ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik)
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