Vorhersage

21
Juni
Situation und mittelfristige Prognose für

Ausgegeben am 17. Juni 2019

Situation und mittelfristige Prognose

Höhenabhängige Belastungen durch Gräserpollen!
Der Belastungsschwerpunkt durch die Blüte der Gräser wandert in die mittleren Lagen. Die Vollblüte der Gräser lässt in den Tieflagen nach, dort sind die Belastungen rückläufig und die absoluten Spitzenbelastungen überstanden. Verbreitet werden dort mäßige Werte durch Gräserpollen erwartet, auch wenn an einzelnen Tagen noch erhöhte Werte möglich sind. Vorsicht ist nun in schattigeren Bereichen gegeben sowie in den mittleren Lagen, wo die Vollblüte der Gräser noch anhält und weiterhin für hohe Werte sorgen wird.
Regenschauer können die Pollenkonzentrationen tageweise oder kurzfristig senken.
Achtung bei Gewitter: Eine Wetterlage mit Gewittern kann bei manchen Pollenallergikern, besonders auch Asthmatikern, zu einer besonderen Belastung führen, da Pollen bei Gewitter aufplatzen und freies Allergen in die Luft entlassen kann.
Unter den Gräsern blühen aktuell das Knäuelgras, die Honiggräser, die Straußgräser, die Trespen, die Quecken, Weidelgras, die Zwenken und der Goldhafer. Gräserpollenallergiker sollten blühende Wiesen meiden, da dort die lokale Belastung höher ausfällt. Dort wo die Mahd schon stattgefunden hat, fallen die Belastungen geringer aus. In hohen Lagen an und über der Waldgrenze sowie in dichten Laubwäldern herrschen bessere Bedingungen für Gräserpollenallergiker.

Roggen blüht noch und kann in der Nähe zu Feldern in den Anbaugebieten für Gräserpollenallergiker eine Rolle spielen bzw. zusätzlich belasten.
Wegerich und Ampfer blühen und können zusätzlich belasten.

Die Edelkastanie blüht. Ihr Pollen kann durch Kreuzreaktion bei manchem Birkenpollenallergiker Beschwerden verursachen.

Die Pollenkonzentrationen der Nesselgewächse (z.B. Brennnessel) sind dieses Jahr überdurchschnittlich hoch.

In höheren Lagen Österreichs muss in den Wuchsgebieten der Grünerle noch mit ihrer Blüte gerechnet werden. Durch Ferntransport kann Pollen in meist geringem Maße auch in die Tallagen gelangen, die Hauptbelastung ist aber in den mittleren bis höheren Lagen anzutreffen. Grünerlenpollen kann Erlen- und Birkenpollenallergiker betreffen.

Was sich sonst noch tut: Im Pollenspektrum befindet sich Pollen von Linde, Holunder, Götterbaum und der Nesselgewächse, der von geringer allergologischer Bedeutung ist.

Die Belastung durch Pilzsporen wird durch feuchtwarmes Wetter gefördert. In den Tieflagen können verbreitet mäßig bis hohe Werte erreicht werden. Die Belastung sinkt mit der Seehöhe.

Prognose für Österreich 20.06.2019 - (ZAMG)

Abgesehen vom äußersten Westen, wo schon am Vormittag die Wolken mit ersten Regenschauern überwiegen, gibt es zunächst viel Sonne. Im Tagesverlauf kommt die Schauer.- und Gewittertätigkeit immer mehr in Gang und breitet sich langsam ost- und südostwärts aus. Abseits der Gewitter weht der Wind eher schwach. Frühtemperaturen von 13 bis 20 Grad, Tageshöchsttemperaturen 25 bis 31 Grad. Die Niederschläge bremsen den Pollenflug nur lokal. Die Belastung durch Gräserpollen dauert damit verbreitet an, sie ist in den Niederungen oft hoch, in den höheren Lagen fällt sie teils etwas geringer aus. Leichte bis mäßige Belastungen sind in der Nähe von Roggenfeldern zu erwarten. Pilzsporen reichen leicht bis mäßig.

Für den Inhalt verantwortlich:

pollenwarndienst.at und HNO-Klinik der Medizinischen Universität Wien, Forschungsgruppe Aerobiologie und Polleninformation
Uwe E. Berger MBA und Mag. Dr. Katharina Bastl
Mittelfristige Prognose basierend auf Modelldaten und Pollenzählungen in Österreich und dem umliegenden Ausland
Auszugweiser oder vollständiger Nachdruck und Veröffentlichung nur unter Angabe der Quelle gestattet

Wetterdaten und Prognosen für heute basierend auf synoptischen Daten: ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik)
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