Vorhersage

25
Mai
Situation und mittelfristige Prognose für

Ausgegeben am 23. Mai 2019

Situation und mittelfristige Prognose

Die Gräserblüte wird nun wetterbedingt begünstigt!
Gräserpollenallergiker wurden bedingt durch die Niederschläge meist nur in mäßigem Ausmaß belastet. Demnächst kommt aber sonniges und trockenes Wetter, das für bis zu hohe Konzentrationen an Gräserpollen in der Luft in den Tieflagen sorgen wird. Regenfälle werden bald darauf die Pollenkonzentrationen immer wieder senken können.
Unter den Gräsern blühen aktuell das Rispengras, das Knäuelgras, der Glatthafer und die Trespen. Gräserpollenallergiker sollten blühende Wiesen meiden, da dort die lokale Belastung höher ausfällt. Dort wo die Mahd schon stattgefunden hat, fallen die Belastungen geringer aus. In mittleren Lagen, an und über der Waldgrenze sowie in dichten Laubwäldern herrschen bessere Bedingungen für Gräserpollenallergiker.

Roggen blüht und kann in der Nähe zu Feldern in den Anbaugebieten für Gräserpollenallergiker eine Rolle spielen bzw. zusätzlich belasten.
Wegerich und Ampfer blühen.

Bei den weißen Flocken in der Luft handelt es sich um Pappelwatte. Sie selbst reizt nicht, es handelt sich nur um Samen und Samenhaare der Pappel. Da aber üblicherweise der Flug der Pappelwatte mit dem Start der Gräserblüte einhergeht werden Beschwerden oft fälschlicherweise der Pappel zugeschrieben.

Die Nähe zu den derzeit blühenden Rapsfeldern sollte von betroffenen Pollenallergikern gemieden werden.

In höheren Lagen Niederösterreichs muss in den Wuchsgebieten der Grünerle mit ihrer Blüte gerechnet werden. Durch Ferntransport kann Pollen in meist geringem Maße auch in die Tallagen gelangen, die Hauptbelastung ist aber in den mittleren bis höheren Lagen anzutreffen. Grünerlenpollen kann Erlen- und Birkenpollenallergiker betreffen.

Auffällig ist der sogenannte „Schwefelregen“: Auf Wasseroberflächen, glatten Flächen und Fensterscheiben bilden sich gelb gefärbte Staubsedimente. Sie stammen hauptsächlich von Nadelbaumpollen (Kiefer, Fichte), der zwar lästig sein kann, aber keine allergischen Beschwerden auslöst.

Was sich sonst noch tut: Im Pollenspektrum befindet sich Pollen von Eiche, Walnuss, Rosskastanie, Fichte, Kiefer, Holunder und der Sauergräser, der von geringer allergologischer Bedeutung ist.

Pilzsporen können mittlerweile in den Tieflagen in relevanten, aber vorerst nur geringen Konzentrationen bei Schönwetter in der Luft auftreten.

Wir erwarten die Blühbereitschaft der Gräser inam
St. Pöltenblühbereit
Amstettenblühbereit
Allentsteigblühbereit
Tullnblühbereit
Kremsblühbereit
Gumpoldskirchenblühbereit
Zwerndorfblühbereit
Lunzblühbereit
Raxblühbereit
Wiener Neustadtblühbereit
Waidhofen/Ybbs26.05.2019


Prognose vom 23.05.2019
Hinweis: Blühbereitschaft ist nicht mit Blühbeginn gleich zu setzen. Ist die Blühbereitschaft erreicht, so hat die Mehrheit der Pflanzen das Potenzial zu stäuben. Doch erst günstige Wetterbedingungen führen zum Einsetzen des Pollenfluges.

Prognose für Niederösterreich 25.05.2019 - (ZAMG)

In der Früh ist es noch sehr sonnig, bevor rasch einige Quellwolken auftauchen. In den Stunden um Mittag herum können vor allem im Berg- und Hügelland ein paar stärkere Quellungen entstehen, diese führen aber höchstens lokal zu kurzen Schauern. Meist bleibt es trocken. Den meisten Sonnenschein gibt es östlich von Wien. Es ist teils mit starken Belastungen durch Gräserpollen zu rechnen. Roggenpollen und Pilzsporen weisen geringe bis mäßige Konzentrationen in der Luft auf.

Für den Inhalt verantwortlich:

SciCon Pharma Science-Consulting GmbH
im Auftrag der Niederösterreichischen Landesregierung, Gruppe Gesundheit und Soziales, Abteilung Umwelthygiene
Mag. Sabine Kottik, Mag. Maximilian Kmenta, Mag. Sonja Berger und Mag. Dr. Katharina Bastl Mittelfristige Prognose basierend auf Modelldaten und Pollenzählungen
Auszugweiser oder vollständiger Nachdruck und Veröffentlichung nur unter Angabe der Quelle gestattet

Wetterdaten und Prognosen für heute basierend auf synoptischen Daten: ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik)
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