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Vorhersage

17
Juli
Situation und mittelfristige Prognose für

Ausgegeben am 16. Juli 2018

Situation und mittelfristige Prognose vom 16. bis 22. Juli 2018

Beifuß beginnt im Osten Österreichs zu blühen – Belastung durch Schimmelpilzsporen weiterhin hoch!
Erste Exemplare des Beifußes haben wie angekündigt an begünstigten Standorten im Osten Österreichs zu blühen begonnen. Vorerst muss nur mit geringen Konzentrationen an Beifußpollen in der Luft gerechnet werden. Vor allem auf Unkrautfluren, Brachflächen und Schutthalden ist vermehrt mit Beifußvorkommen und daher mit Beifußpollen zu rechnen. Die Zeit der Hauptbelastung und der Vollblüte von Beifuß wird derzeit verbreitet um Mitte August erwartet.

Die Gräserpollensaison klingt mit geringen Belastungen in den Tieflagen aus, die allerdings noch länger durch spät blühende Gräserarten anhalten werden, dafür aber längst nicht mehr jeden Gräserpollenallergiker betreffen. Erhöhte Belastungen sind noch in höheren Lagen zu erwarten. An und über der Waldgrenze so wie in dichten Laubwäldern herrschen bessere Bedingungen für Gräserpollenallergiker vor.

Die Maisfelder blühen und sollten von Gräserpollenallergikern gemieden werden. Aufgrund der beachtlichen Größe des Maispollens ist mit intensiverem Pollenflug nur in der Nähe von blühenden Feldern zu rechnen.
Ampfer und Wegerich blühen zusätzlich zu den Belastungen durch den Pollen der Süßgräser.

Die Goldrute blüht. Da sie von Insekten bestäubt wird, sorgt sie für keinen maßgeblichen Pollenflug, kann aber für sensible Personen mit Sensibilisierung auf Korbblütler (wie Beifuß und Ragweed) im unmittelbaren Kontakt von Bedeutung sein. Der kanadischen Goldrute kommt als Neophyt in Österreich auch ökologisch Bedeutung zu und sie wird zur Zierde in Blumensträußen verwendet.

Was sich sonst noch tut: Im Pollenspektrum befindet sich zudem Pollen der Gänsefuß- und der Nesselgewächse, der von geringer allergologischer Bedeutung ist.

Pilzsporen treten in den Tieflagen in bis zu hohen Konzentrationen auf. Wir befinden uns in der Zeit des Belastungsschwerpunktes durch Pilzsporen. Mit der Seehöhe nimmt die Belastung durch Pilzsporen ab.

Prognose für Österreich 17.07.2018 - (ZAMG)

Generell im Westen sowie entlang der Alpennordseite bis ins Mostviertel ziehen mit dichten Wolken wiederholt Regenschauer durch, im Nordstau der Alpen regnet es auch länger anhaltend. Die Sonne zeigt sich insgesamt nur wenig. Überall sonst gibt es hingegen einen Mix aus Sonnenschein und ein paar dichteren Wolken. Mit ihnen steigt nachmittags die Schauerneigung vorübergehend an. Weitgehend trocken bleibt es aber am Alpenostrand, über dem östlichen Flachland und im Südosten. Gräserpollen belasten in tiefen Lagen gering, in Vorarlberg auch mäßig und in höheren Lagen generell erhöht. Der Beifuß blüht im Osten vereinzelt mit geringer Intensität. Pilzsporen sind verbreitet in der Luft. Das feuchte und warme Wetter ist für sie sehr günstig und sie können in tiefen Lagen in sehr hohen Mengen auftreten. Mit der Seehöhe nehmen die Konzentrationen von Pilzsporen in der Luft ab.

Für den Inhalt verantwortlich:

pollenwarndienst.at und HNO-Klinik der Medizinischen Universität Wien, Forschungsgruppe Aerobiologie und Polleninformation
Uwe E. Berger MBA und Mag. Dr. Katharina Bastl
Mittelfristige Prognose basierend auf Modelldaten und Pollenzählungen in Österreich und dem umliegenden Ausland

Wetterdaten und Prognosen für heute basierend auf synoptischen Daten: ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik)
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