Vorhersage

20
August
Situation und mittelfristige Prognose für

Ausgegeben am 13. August 2019

Situation und mittelfristige Prognose von 13.-20. August 2019

Beifuß- und Ragweedpollen ist in der Luft!
Die Ragweedpollensaison ist bereits im Gange. Blühende Ragweed Pflanzen wurden uns an vielen Stellen im Osten der Steiermark gemeldet. Die nächsten Tage muss daher mit geringen bis mäßigen Belastungen gerechnet werden. Aufgrund der jährlich schwankenden Bestände ist aber vor allem lokal in der Nähe zu blühendem Ragweed mit höheren Belastungen zu rechnen. Die Überschneidung der Blühphasen von Beifuß und Ragweed können die Beschwerden bei Unkrautpollenallergikern durch Kreuzreaktion intensivieren.

Hinweis: Die Belastungen können tageweise und im Tagesverlauf schwanken – halten Sie sich daher mit der tagesaktuellen 3-Tages-Prognose und den stündlichen Vorhersagen, wie dem Allergierisiko, am Laufenden! Beachten Sie insbesondere eine mögliche Belastung über Nacht. Durch die weiter fortgeschrittene Blüte von Ragweed im Osten und Süden Europas, können Belastungen zeitweise bei entsprechender Windkonstellation auch in anderen Regionen Österreichs auftreten bzw. die Belastung durch Ferntransport von Ragweedpollen in den betroffenen Regionen Österreichs erhöhen. Der Westen Österreichs ist nach wie vor eine zu empfehlende Region für Ragweedpollenallergiker.

Die Blüte des Beifußes belastet. Es ist mit mäßig bis hohen Konzentrationen an Beifußpollen in der Luft zu rechnen. Die Zeit der Hauptbelastung und der Vollblüte von Beifuß wird von uns für das Wochenende erwartet. Die Belastung ist im Osten Österreichs generell höher. Vor allem auf Unkrautfluren, Brachflächen und Schutthalden ist vermehrt mit Beifußvorkommen und daher mit Beifußpollen zu rechnen. Beifußpollenallergiker können in die Höhe ausweichen, ab etwa 1200 Meter Seehöhe ist kaum eine Belastung zu erwarten. Von ausgedehnte Aufenthalten im Freien am Wochenende ist Beifußpollenallergikern dringend abzuraten.

Die Gräserpollensaison klingt mit geringen Belastungen in den Tieflagen aus, die allerdings noch länger durch spät blühende Gräserarten anhalten werden, dafür aber längst nicht mehr jeden Gräserpollenallergiker betreffen. Auch in höheren Lagen klingt die Blüte der Gräser aus.

Wegerich und Ampfer blühen und können zusätzlich belasten.

Auch die Goldrute blüht. Da sie von Insekten bestäubt wird, sorgt sie für keinen maßgeblichen Pollenflug, kann aber für Personen mit Sensibilisierung auf Korbblütler (wie Beifuß und Ragweed) im unmittelbaren Kontakt von Bedeutung sein. Der kanadischen Goldrute kommt als Neophyt in Österreich auch ökologisch Bedeutung zu und sie wird zur Zierde in Blumensträußen verwendet.

Was sich sonst noch tut: Im Pollenspektrum befindet sich Pollen der Nesselgewächse und der Gänsefußgewächse, der von geringer allergologischer Bedeutung ist.Die Belastung durch Pilzsporen wird durch feuchtwarmes Wetter gefördert. Pilzsporen treten in bis zu hohen Konzentrationen auf. Wir befinden uns in der Zeit des Belastungsschwerpunktes durch Pilzsporen. Die Belastung sinkt mit der Seehöhe.

Prognose für Steiermark 20.08.2019 - (ZAMG)

Sonnenschein und Wolken wechseln einander ab, wobei insbesondere im Südosten die sonnigen Abschnitte überwiegen. In der Obersteiermark ziehen am Nachmittag und Abend Regenschauer und gebietsweise auch Gewitter durch. Der Wind weht bevorzugt aus südlichen Richtungen und die Temperaturen steigen auf sommerliche Werte. Allergiker müssen sich derzeit auf mäßige, gebietsweise auch auf starke Belastungen durch Beifußpollen einstellen. Auch Pollen von Ragweed sowie Pilzsporen führen örtlich zu teils starken allergischen Reizungen. Gräser belasten nur noch gering.

Für den Inhalt verantwortlich:

Medizinische Universität Wien in Kooperation mit dem Institut für Pflanzenwisenschaften der Karl-Franzens-Universität Graz
Mag. Pramod Harvey, Mag. Dr. Katharina Bastl und Uwe E. Berger MBA
Mittelfristige Prognose basierend auf Modelldaten und Pollenzählungen
Auszugweiser oder vollständiger Nachdruck und Veröffentlichung nur unter Angabe der Quelle gestattet

Wetterdaten und Prognosen für heute basierend auf synoptischen Daten: ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik)
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