Vorhersage

19
Juni
Situation und mittelfristige Prognose für

Ausgegeben am 17. Juni 2019

Situation und mittelfristige Prognose

Mäßig bis hohe Belastung durch Gräserpollen!
Manche Gräserpollenallergiker merken es vielleicht schon: Die absoluten Spitzenbelastungen sind überstanden, die Belastungen sind rückläufig und die Vollblüte der Gräser klingt aus. An Tagen mit sonnigen und trockenen Bedingungen muss mit mäßig bis vereinzelt maximal hohen Konzentrationen an Gräserpollen in der Luft gerechnet werden. Achtung: Die Gräser blühen bereits auch in schattigeren Bereichen. Der Belastungsschwerpunkt verschiebt sich in mittlere Lagen, dort wird die Vollblüte der Gräser noch länger stark belasten.
Regenschauer können die Pollenkonzentrationen tageweise oder kurzfristig senken.
Achtung bei Gewitter: Eine Wetterlage mit Gewittern kann bei manchen Pollenallergikern, besonders auch Asthmatikern, zu einer besonderen Belastung führen, da Pollen bei Gewitter aufplatzen und freies Allergen in die Luft entlassen kann.
Unter den Gräsern blühen aktuell das Knäuelgras, die Honiggräser, die Straußgräser, die Trespen, die Quecken, Weidelgras, die Zwenken und der Goldhafer. Gräserpollenallergiker sollten blühende Wiesen meiden, da dort die lokale Belastung höher ausfällt. Dort wo die Mahd schon stattgefunden hat, fallen die Belastungen geringer aus. In hohen Lagen an und über der Waldgrenze sowie in dichten Laubwäldern herrschen bessere Bedingungen für Gräserpollenallergiker.

Roggen blüht noch und kann in der Nähe zu Feldern in den Anbaugebieten für Gräserpollenallergiker eine Rolle spielen bzw. zusätzlich belasten.
Wegerich und Ampfer blühen und können zusätzlich belasten.

Die Edelkastanie blüht. Ihr Pollen kann durch Kreuzreaktion bei manchem Birkenpollenallergiker Beschwerden verursachen.

Die Pollenkonzentrationen der Nesselgewächse (z.B. Brennnessel) sind dieses Jahr überdurchschnittlich hoch.

Achtung bei Ausflügen in die Berge: Die Blüte der Grünerle belastet noch in mittleren bis höheren Lagen!

Was sich sonst noch tut: Im Pollenspektrum befindet sich Pollen von Linde, Holunder, Götterbaum und der Nesselgewächse, der von geringer allergologischer Bedeutung ist.

Die Belastung durch Pilzsporen wird durch feuchtwarmes Wetter gefördert. In den Tieflagen können verbreitet mäßig bis hohe Werte erreicht werden. Die Belastung sinkt mit der Seehöhe.

Prognose für Wien 19.06.2019 - (ZAMG)

Der Tag startet sonnig, tagsüber bilden sich dann Quellwolken und um die Mittagszeit können diese bereits zu lokalen Gewittern anwachsen. Im Laufe des Nachmittags und Abends bleibt die Gewitterneigung über der Stadt erhöht. Gräserpollen sowie Pilzsporen zeigen sich für mäßige bis starke Beschwerden verantwortlich, zum Teil gibt es auch noch leichte Belastungen durch Roggenpollen.

Für den Inhalt verantwortlich:

pollenwarndienst.at und HNO-Klinik der Medizinischen Universität Wien,
Forschungsgruppe Aerobiologie und Polleninformation
Uwe E. Berger MBA, Mag. Maximilian Kmenta und Mag. Dr. Katharina Bastl
Mittelfristige Prognose basierend auf Modelldaten und Pollenzählungen in Österreich und dem umliegenden Ausland
Auszugweiser oder vollständiger Nachdruck und Veröffentlichung nur unter Angabe der Quelle gestattet

Wetterdaten und Prognosen für heute basierend auf synoptischen Daten: ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik)
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